Digital?

Ich schreibe es eh nicht, keine Angst. Das in aller Munde befindliche D-Wort. Wo alle so tun, als ob es jetzt gerade begonnen hätte. Dabei gibt es sie schon seit 50 Jahren. Zugegeben, anfangs hat sie sich nur sehr zaghaft in unser Leben geschlichen. Mit Lochkarten und Magnetbändern. Aus dem Rinnsal ist nun ein Strom geworden und wer nicht schwimmen kann, geht unter.

Angst müssen wir im Übrigen keine haben. Wir müssen nur schwimmen lernen. Und am besten nicht versuchen, gegen den Strom zu hecheln. Wasser hat es nun mal in sich. Man kann es nicht aufhalten, es sucht sich immer einen Weg. Die Herausforderung ist nicht, das Wasser zu stoppen, sondern es möglichst nutzbringend einzusetzen. Dann überwiegt das Positive die durchaus vorhandene zerstörerische Kraft.

Wer allerdings nicht schwimmen will oder kann, wird untergehen. Wer unseren Kindern verbietet, die unterschiedlichen Arten der Fortbewegung im Wasser zu lernen, handelt verantwortungslos. Wer meint, dass es Menschen gibt, die zu alt sind, um Schwimmen zu lernen, ist Egoist. Und man muss ja nicht gleich die Stromschnellen hinunterrasen, eine ruhige Bucht tut’s auch. Noch etwas: Inseln zum Ausruhen von der digitalen Welt wird es auch immer geben, keine Sorge.