ROFLMAO.

Nennt mich altmodisch. Nennt mich verzopft. Aber die Abkürzeritis der „neuen“ Kommunikation nervt. CRM, B2B, OTC, F&B undsoweiterundsofort – die Verwender der Abkürzungen implizieren, dass nur dazu gehört, wer sie kennt. Ist ja lieb und nett, wenn sich eine Gruppe eine Sprache gibt, die Außenstehende nicht verstehen – das erinnert allerdings verdammt an die katholische Kirche, die jahrhundertelang danach trachtete, dass das gemeine Volk unwissend bleibt – und möglichst alles glaubt, was ihm so vorgesetzt wird.

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Kurzversion des Gesagten auch noch etwas Anderes suggeriert – dass man keine Zeit hat! Wirklich? Wir haben keine Zeit mehr für unsere Kunden? S.g. LeserInnen, das wird nach hinten losgehen. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich abgeschasselt werde, kaufe ich nicht.

Nehmen wir uns doch die Zeit, Herr und Frau auszuschreiben. LAX höchstens als Beschreibung für langsamen Service und nicht für den Flughafen Los Angeles zu verwenden. Und statt BRB vielleicht „Ich bin gleich wieder für Sie da!“ zu formulieren.

Damit freundliche Grüße auch solche bleiben (MfG), Gefühle Ihre wahre Wirkung entfalten dürfen (hdl) und Sprache nicht irgendwann das Attribut MIA (Missing in Action) bekommt.

Wer es trotzdem nicht lassen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_(Netzjargon)