Furchterregend?

Diese Woche erschien ein Artikel im Magazin „WIRED“, der ganze Legionen von Programmierern beunruhigte. Geschrieben wurde über ein neues Tool mit dem kryptischen Namen GPT-3 aus dem Haus Open AI. Die Twitteria war in heilloser Aufregung. Sharif Shameem hat eine neue Methode des Code-Writing gefunden.
Shameems Videos zeigen, wie GPT-3 auf Eingabeaufforderungen wie „eine Schaltfläche, die wie eine Wassermelone aussieht“ reagiert, indem ein rosa Kreis mit einem grünen Rand codiert wird.
Arbeit, die normalerweise rund 3 Stunden dauert, war in wenigen Sekunden erledigt.

Warum das für uns interessant ist? Weil es uns alle betrifft. Journalisten, Architekten, Songwriter, Graphiker, Rechtsanwälte, Forscher – kurz: alle, die im weitesten Sinne mit Kreativarbeit beschäftigt sind.

Artificial Intelligence wird zuerst unsere Arbeit leichter machen (ist heute schon in vielen Bereichen so – siehe Google translator) und uns dann sukzessive ersetzen.
Die Auswirkungen auf uns selbst und die Gesellschaft als Ganzes sind noch nicht einmal annähernd abschätzbar. Theorien gibt es viele, die Wahrheit wird sich erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten zeigen.

Furchterregend? Zugegeben, ja, schon ein bisschen. Aber als unverbesserlicher Optimist gehe ich davon aus, dass uns als Menschheit eine sinnvolle Lösung für unser Dasein einfallen wird. Hoffentlich.